Kategorien
Tipps & Tricks

In Farbe und Bunt: Neue macOS-Akzentfarben für alle

Seit nun über 10 Jahren nutze ich macOS als primäres Betriebssystem in meinem Alltag – nicht nur wegen vieler praktischer Funktionen und Apps, sondern auch wegen der deutlich hübscheren Benutzeroberfläche. Gut, im Vergleich zum Konkurrenten aus Redmond waren dessen Möglichkeiten zur grafischen Personalisierung schon immer etwas rudimentärer ausgeprägt. Man konnte die wundervollen Elemente der Aqua-GUI vom bekannten Blau auf ein „Graphit“-Farbschema umschalten und sich zusätzlich noch eine eigene Farbe für die Datei- und Textauswahl aussuchen, das war’s dann aber auch schon wieder …

Als jemand, der dann doch ziemlich gerne und regelmäßig seine Wallpaper austauscht und unter Windows bereits häufiger zwischen XPs Standard Luna-Variationen und anderen Theme-Paketen gewechselt hat, war ich auf einmal dann doch ganz fein mit den geringeren Möglichkeiten unter Snow Leopard, meiner ersten Apple-Raubkatze. Dafür musste dann eben häufiger mal zwischen blauem und grauem UI-Farbschema gewechselt werden.

macOS Big Sur – was ich eigentlich nur eher notgedrungen vor einigen Monaten installieren musste – bat auf einmal etwas mehr farbliche Variationen im Vergleich zu den früheren OS X-Versionen und lässt einen mittlerweile zwischen 8 Akzentfarben wählen. Eine schöne und neue Bandbreite, von der ich in den letzten Monaten auch schon einiges an Gebrauch gemacht habe.

Was ich bisher aber nicht wusste: Der neue iMac mit M1-Prozessor, der vor einiger Zeit sein Debüt gefeiert hat, bietet eine weitere, ganz besondere Akzentfarbe. Die eigene Gehäusefarbe!

Begegnet ist mir dieses Feature in einem Video über die Evolution des iMac vom YouTube-Kanal Computer Clan, den ich seit einiger Zeit sehr gerne und regelmäßig konsumiere und generell einfach nur sehr empfehlen kann.

Sie werden nicht glauben, was sie ab Minute 15:40 sehen werden …

Heißt das nun also, ich muss mir jetzt dringend einen neuen iMac kaufen, damit ich mein macOS in wunderschönstem Petrol einfärben kann?

Das Terminal ist dein Freund

Nun, ich bin ja kein Neuling was macOS angeht. Schon damals hatte ich allerhand kleine Tricksereien mithilfe diverser Terminal-Befehle bewerkstelligt, wie zum Beispiel das Ausgabe-Verzeichnis für die systemeigene Screenshot-Funktion anzupassen. Also musste es doch sehr wahrscheinlich auch einen Weg geben, meinem Spät-2015er Uralt-Retina-iMac vorzugaukeln, er hätte eine wunderschöne blau-grüne Sonderlackierung.

Und den gibt es, mit zwei kleinen und schnellen Kommandos, die ich mit nur ein klein wenig Sucherei ausfindig machen konnte und hier direkt mit euch teilen möchte.

Der erste Befehl aktiviert allgemein im System die Auswahlmöglichkeit einer gerätespezifischen Akzentfarbe, der zweite definiert mithilfe der Ziffer am Ende dann um welche Farbe es sich genau handeln soll.

defaults write -g NSColorSimulateHardwareAccent -bool YES
defaults write -g NSColorSimulatedHardwareEnclosureNumber -int 4

Diese einfach in einem Schwung in das macOS-Terminal reinkopieren und mit einem gepflegten Schlag auf die Return-Taste (manche sagen auch „Enter“) auf ihren Weg schicken. Wenn ihr dann in den Systemeinstellungen den Abschnitt „Allgemein“ öffnet, solltet ihr direkt schon die neue Farbe am Ende der Akzentkette in ihrer vollen Pracht sehen können. In einigen Fällen müsst ihr sie jetzt nur noch aktiv auswählen.

Voraussetzung dafür ist natürlich macOS 11.3.1 oder neuer. Alle Versionen davor hatten das Memo mit den ganzen neuen Farben von Hair Force One™ noch nicht bekommen.

Eine Übersicht über alle Zahlenwerte mitsamt ihrer resultierenden Farbe habe ich euch hier unten zusammengestellt. Macht euch nicht die Mühe andere Ziffern auszuprobieren, als die hier aufgeführten. Der Mac tut im Zweifel dann einfach so, als ob absolut nichts Neues passiert wäre und er noch immer das gute, alte dreckslahme Intel-Scheusal wäre, für das ihr ihn manchmal schon immer längst aus dem Fenster schmeißen würdet.

Nach Eingabe der Befehle und ggf. Auswahl der Farbe in den Systemeinstellungen dann einfach das System neu starten oder aus dem aktuellen Benutzerkonto aus- und wieder einloggen, damit ausnahmslos alle Anwendungen und UI-Bestandteile in einer der sechs neuen und höchst erfrischenden Farben erstrahlen können.

There’s always an app for that

Für all diejenigen, die sich nicht so gerne ins Terminal trauen, weil sie vielleicht Sorge haben irgendwas kaputtzumachen, gibt es natürlich auch eine ganz schöne Alternativlösung, die ich direkt danach ausfindig machen konnte.

Mit der App Accents von Entwickler Mahdi Bchatnia könnt ihr direkt euch die Farbe eurer Präferenz auswählen, während die Software den ganzen Rest für euch erledigt. Wie bei der Terminal-Methode gilt natürlich auch hier, dass ein Neustart oder ein erneutes Einloggen ins Benutzerkonto hilft, um die neue Farbe auch flächendeckend in allen Apps ausrollen zu können.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass Apple so schnell nicht von seinem neu wiederentdeckten Farbentrip herunterkommt. Silber und Spacegrau sind doch mittlerweile sowas von ausgelutscht alt, das will doch keiner mehr sehen …

Kategorien
Monolog

Aller guten Dinge sind viele

Wenn Ihr das hier lesen könnt, dann sind so einige Dinge passiert: Ich habe mir WordPress installiert, mich nicht allzu lange am Design des Themes festgehalten und irgendwann auch mal den ersten Beitrag zu Ende gedacht und den Passwortschutz der Domain entfernt. Aber vielleicht erstmal der Reihe nach …

Herzlich Willkommen auf nikku.me – meinem neuen, kleinen und gemütlichen Blog für alles, was nicht auf Twitter passt und darüber hinaus.

Sind Blogs nicht tot?

Nun, das hab ich mich zu Beginn auch gefragt, als ich die erste Version dieses Beitrags in meine Buchstabenklaviatur gehämmert habe. Dieser ist am Ende auf über 10.000 Zeichen und 1.500 Wörter angewachsen und war zum Teil eine Art Rechtfertigung, warum ich mich nun zum bereits x-ten Mal erneut an einem eigenen Blog versuche, warum ich bisher immer daran gescheitert bin, warum ich jetzt auf einmal WordPress ganz okay finde – obwohl ich es bis vor einer Weile (und in vielen Einsatzgebieten auch heute noch) ziemlich dämlich fand – und warum mir die 140 280-Zeichen von Twitter doch auf einmal wieder nicht mehr für einige meiner Gedankengänge reichen.

Der allgemeinen Formulierung könnt Ihr nun problemlos entnehmen, dass ich euch diesen Roman dann doch nicht in seiner fulminanten Gänze antun wollte. Zumindest nicht in der Form eines allerersten Eintrags. Das war mir (und meinen Testleser:innen) irgendwie dann doch zu viel des Guten. Aber irgendwie muss man sowas ja anfangen …

Was wird das hier dann?

Wer mich kennt, wird sicher schon einige Vermutungen haben und damit auch nicht so ganz verkehrt liegen: von Design-, Branding- und Typografiethemen, über allerlei Technikkrempel, 3D-Druck-Zeugs und alles andere dazwischen und drumherum kann so ziemlich mindestens das dabei sein, was hin und wieder auch thematisch durch meine Twitter-Timeline geschwommen ist.

Nicht nur möchte ich hier ab und zu mal etwas mehr ausschweifen und in die Tiefe gehen können, sondern auch den ein oder anderen Inhalt etwas länger und besser auffindbar halten, als es auf Twitter mir möglich ist. Für mich und für Andere.

Ich würde mich daher sehr freuen, wenn ihr hin und wieder mal dabei seid – egal ob als stille Leser:innen oder irgendwo inmitten des Kommentarbereichs, um den Monolog auch mal zum Dialog zu machen. 😊

In diesem Sinne, man liest sich!
— euer Nikku